Wertschöpfungsbildende IWRM Maßnahmen

Das Ziel dieser auf dem Modul der Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung (WIM) aufbauenden Projektkomponente ist die wissenschaftliche Untersuchung zweier sich ergänzender Aspekte:

Zum einen soll durch eine forcierte Einbindung lokaler Akteure in das IWRM-Konzept die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gesichert werden. Hier werden durch die Untersuchung der Arbeitsteilung in der betriebswirtschaftlichen Wertschöpfungskette Potentiale für lokale, nationale und internationale Beiträge untersucht. Durch die stärkere Einbindung lokaler Akteure soll sichergestellt werden, dass ein optimiertes IWRM nicht aus Mangel an "ownership" scheitert.


Der zweite Aspekt ist die Untersuchung des Wertflusses von Wasser (water value flow) über den gesamten hydrologischen Kreislauf. Unter Anwendung der Konzepte des virtuellen Wasserhandels und des water footprints soll überprüft werden, ob das Wasser im Projektgebiet für die Aktivitäten eingesetzt wird, die den höchsten sozio-ökonomischen Nutzen bringen.

 Die erste Teilkomponente legt den Schwerpunkt auf Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen auf der Angebotsseite (supply driven) beispielsweise bei der Wasserproduktion und Abwasserreinigung.

Die Wasserverwendung liegt im Focus der zweiten Teilkomponente (demand driven). Im Rahmen der Wassernutzungsanalyse sollen Konzepte gefunden werden, die den Nutzen des Gutes Wasser gesamtwirtschaftlich maximieren.

HUBER Vacuum Rotation Membrane

 

Wertschöpfungsbildende Maßnahmen sind im einzelnen:

  • Analyse und Gestaltungsansätze für die internationale Arbeitsteilung, für Liefer- und Wertschöpfungsketten bei Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen
  • Kosten-Nutzen-Analyse und Optimierung des kompletten Wasser(wieder)verwendungs-Kreislaufs
  • Demonstration effizienter Technologien am Beispiel einer VRM-Pilotanlage (Abbildung)
  • Investitionsprogramm für Wasserwirtschaftsmaßnahmen zur Verbesserung und Sicherung eines nachhaltigen Betriebs
  • Vertiefende Untersuchungen finanzwirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte
  • Konzepte für eine wertschöpfende Klärschlammverwertung in ländlichen Siedlungsgebieten

 

Die wissenschaftliche Bearbeitung dieses IWRM - Moduls erfolgt durch das IEEM - Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke gGmbH, Prof. Dr. mult. Karl-Ulrich Rudolph und das Zentrum für Entwicklungsforschung, Prof. Dr. Joachim von Braun.

Die praktische Demonstration effizienter Wassertechnologien erfolgt durch Huber SE, die Remondis Aqua GmbH & Co. KG wirkt an der Konzeption und Gestaltung eines prioritären Investitionsprogrammes und von Betriebskonzepten für die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung im Rahmen von WIM mit.